Häufig gestellte Fragen
Fragen und Antworten zu einzelnen Krankheitsbildern. Für eine genaue Beurteilung wenden Sie sich an einen Arzt.
Erektile Dysfunktion
In den meisten Fällen nicht. Ist die zugrunde liegende Ursache erkannt, lässt sich mit Änderungen des Lebensstils, medikamentöser Therapie, regenerativen Verfahren oder bei Bedarf chirurgischen Optionen eine deutliche Besserung erreichen. Entscheidend ist die richtige Diagnose.
Durch eine ausführliche Anamnese, die Untersuchung und die erforderlichen Tests lässt sich das weitgehend abgrenzen. Hinweise wie das Vorhandensein morgendlicher Erektionen oder ein plötzlicher gegenüber einem allmählichen Beginn werden dabei berücksichtigt.
Alle Gespräche werden vertraulich und im Rahmen der ärztlichen Schweigepflicht geführt.
Vorzeitiger Samenerguss
Ja. Mit verhaltenstherapeutischen Techniken, medikamentöser Therapie und in ausgewählten Fällen mit interventionellen Verfahren wird bei den meisten Patienten eine deutliche Besserung erreicht. Die Behandlung wird individuell geplant.
Ein vorzeitiger Samenerguss kann von einer erektilen Dysfunktion begleitet sein. Beide Zustände werden gemeinsam beurteilt und in einem einheitlichen Plan behandelt.
Penisverkrümmung
Eine angeborene Verkrümmung bleibt in der Regel bestehen. Bei der Peyronie-Krankheit kann sich das Bild in der frühen (aktiven) Phase verändern; diese Phase ist für die medikamentöse Behandlung wichtig. Bei stabiler Verkrümmung wird eine operative Korrektur erwogen.
Nein. Leichte Verkrümmungen, die den Verkehr nicht behindern, können beobachtet oder medikamentös behandelt werden. Eine Operation kommt bei ausgeprägten Verkrümmungen infrage, die den Verkehr verhindern.
Gutartige Prostatavergrößerung
Die gutartige Prostatavergrößerung ist kein Krebs und geht nicht direkt in Krebs über. Da beide Zustände jedoch in derselben Altersgruppe auftreten können, sind eine Untersuchung und die erforderlichen Tests wichtig.
Nein. Bei leichten bis mittleren Beschwerden reicht eine medikamentöse Behandlung meist aus. Interventionelle oder operative Optionen kommen infrage, wenn Medikamente nicht wirken oder Komplikationen auftreten.
Harninkontinenz
Auch wenn sie mit dem Alter häufiger wird, ist sie kein Zustand, den man als „normal“ hinnehmen sollte. Die meisten Fälle lassen sich abklären und behandeln.
In vielen Fällen sind Beckenbodenübungen, Verhaltensanpassungen und medikamentöse Therapie wirksam. Eine Operation kommt nur bei Bedarf infrage.
Chronische Prostatitis
In den meisten Fällen lassen sich die Beschwerden mit einem ganzheitlichen Programm deutlich verringern. Geduld und eine regelmäßige Nachsorge sind wichtig.
Nein. Nicht jede chronische Prostatitis ist bakteriell bedingt; unnötige Antibiotika werden vermieden und die Ursache gezielt behandelt.
Venöse Insuffizienz des Penis
Bei einem Teil der Patienten trägt sie zur Besserung bei; bei ausgeprägter venöser Insuffizienz kann das Ansprechen begrenzt sein. In diesen Fällen erfolgt eine erweiterte Abklärung, und bei entsprechender Eignung kommen chirurgische oder interventionelle Optionen infrage.
Über Anamnese, Untersuchung und bei Bedarf Gefäßuntersuchungen wie eine farbkodierte Duplexsonographie mit pharmakologischer Testung.
Sexuell übertragbare Infektionen
Manche Infektionen verlaufen ohne Symptome. Nach einem Risikokontakt kann ein Screening auch ohne Beschwerden empfohlen werden, mit Blick auf den richtigen Zeitpunkt.
Ja, die gesamte Abklärung erfolgt unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht und Ihrer Privatsphäre.
Männliche Unfruchtbarkeit
Nein. Bei einem erheblichen Teil der Paare spielt der männliche Faktor allein oder zusammen mit anderen Faktoren eine Rolle; deshalb sollte der Mann von Anfang an mit untersucht werden.
Nein. Die Entscheidung richtet sich nach den Spermienwerten, dem Grad der Varikozele und der Situation des Paares.
Azoospermie
In vielen Fällen ja. Bei der obstruktiven Form lässt sich der Verschluss der Samenwege beheben; bei der nicht-obstruktiven Form können mit Mikro-TESE gewonnene Spermien in der assistierten Reproduktion eingesetzt werden.
Das lässt sich nicht in jedem Fall zusichern; die sorgfältige Suche unter dem Mikroskop erhöht jedoch die Chance, Spermien zu finden.
Harnröhrenstriktur
Nach einer alleinigen Durchtrennung (innere Urethrotomie) kommt es in einem Teil der Fälle zu Rückfällen. Bei geeigneten Patienten bietet die Urethroplastik das dauerhafteste Ergebnis mit der niedrigsten Rate erneuter Verengungen.
Die Technik wird individuell nach Lage, Länge und Beschaffenheit der Verengung festgelegt.
Sexuelle Funktionsstörungen der Frau
Nein. Es handelt sich um häufige Gesundheitsthemen, die sich abklären lassen; sie werden unter Wahrung der Privatsphäre behandelt.
Das hängt von der Ursache ab. Nach einer sorgfältigen Beurteilung erfolgt die Planung bei Bedarf gemeinsam mit den zuständigen Fachbereichen.
Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung. Wenden Sie sich für eine persönliche Diagnose und Behandlung immer an einen Arzt.
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